Kindern helfen, Zukunft schenken


Wir engagieren uns direkt und intensiv für benachteiligte und Not leidende Menschen im Berggebiet Idukki im südindischen Bundesstaat Kerala.
Kerala ist kleiner als Niedersachsen, hat jedoch rund 34 Millionen Einwohner, verglichen mit ca. 8 Millionen in Niedersachsen. Es gibt dort wenig Industrie, die allermeisten Menschen leben von der Landwirtschaft, beackern ihr Feld, das häufig nur 500 bis 2000 qm groß ist, so groß wie manche Grundstücke für Einfamilienhäuser in wohlhabenden Gegenden der Welt.

Viele haben nicht mal das und auch keine feste Arbeit und erhalten keine Sozialhilfe. Sie arbeiten gelegentlich als Tagelöhner, wenn sie Arbeit finden oder ziehen in die überfüllten Großstädte, wo längst menschenwürdige Lebens- und Wohnbedingungen fehlen. Es gibt in Kerala keine ausgeprägte Slumbildung, die Landschaft wird von Touristen und Besuchern als paradiesisch schön empfunden, aber die Armut wohnt versteckt in den Bergen!

 

Wir engagieren uns für diese armen und marginalisierten Menschen. Wir konnten mit gezielten Spenden über 70 Häuser für Menschen, die unter Plastikverschlägen und in provisorischen Hütten lebten, bauen.


Wir konnten helfen, Brunnen, Straßen und Wege in schwer zugänglichen Gegenden zu bauen sowie zahlreiche Familien mit Toiletten und Stromanschluss zu versorgen.


 Unser umfangreichstes Engagement jedoch ist in Bildung für die chancenlosen Kinder unter dem Motto:
"Der beste Weg aus der Armut ist der Weg zur Schule".

Positive und nachhaltige Hilfe


Wir vermitteln und betreuen Patenschaften für die Kinder gezielt und transparent mit der Möglichkeit, dass Paten mit ihren Kindern direkten Kontakt halten und ihre Entwicklung verfolgen können.
Wir kennen die Patenkinder und ihre Familien persönlich. Durch unsere regelmäßigen Besuche bei den Patenkindern und ihren Familien stellen wir immer wieder fest, wie eine Patenschaft gezielt die Gegenwart und Zukunft nicht nur eines Kindes, sondern auch seiner Familie und oft auch anderer Menschen im Umfeld positiv und nachhaltig verändern kann.

Wohn- und Lebensverhältnisse der Kinder und ihrer Familien


Oft haben die Eltern der Patenkinder keinen Schulabschluss, keine Berufsausbildung und auch keine regelmäßige Arbeit. Sie sind nicht in der Lage, eine vernünftige Schulbildung für ihre Kinder zu ermöglichen.
Mit dem Beitrag der Paten während der Schulzeit des Patenkindes werden in erster Linie die Kosten für Schulgebühr, Kleidung, Schulbücher, Nachhilfe, Transport zur Schule und notwendige medizinische Versorgung des Patenkindes getragen. Je nach Möglichkeit und Bedarf wird auch das Lernumfeld des Kindes zu Hause durch Verbesserung der Wohnverhältnisse z. B. Bau eines Hauses mit stabilen Wänden und festem Dach, Bau von sanitären Anlagen, Stromanschluss, Trinkwasserversorgung und Bereitstellung von notwendigem Mobiliar für das Kind verbessert.


Bild links: Manisha, ihre beiden Geschwister und Eltern wohnten in dieser Hütte.

Bild mittig: Die Familie vor dem von der DIG gebauten Haus.

Bild rechts: Zur Zeit absolviert Manisha ein Bachelor-Studium in der Krankenpflege. Damit könnte sie sogar nach Erwerb der erforderlichen Deutschkennnisse in Deutschland arbeiten

 


Außerdem müssen die Lebensbedingungen aller Patenkinder, besonders am Anfang der Patenschaft, auf ein Mindestniveau gebracht werden. Die Kosten dafür werden gemeinsam von den Patenbeiträgen insgesamt und den allgemeinen Spenden getragen.

Häufig ist bei der Aufnahme einer Patenschaft keine ausreichende Unterkunft mit festen Wänden und regendichtem Dach vorhanden.

 

Nicht selten besteht das Dach aus Plastik, Wellblech oder asbesthaltigen Platten.
Auch gibt es meistens so wenig Platz, dass die Menschen im selben Raum auf offenem Feuer kochen, schlafen und die Kinder ihre Schulaufgaben machen müssen. In solchen Fällen versuchen wir mit Beträgen, die bei einer Veranstaltung der DIG gespendet werden und mit Einzelspenden eine bessere Unterkunft zu ermöglichen oder zumindest die Räumlichkeiten so herzurichten, dass der Rauch vom offenen Feuer durch einen Schornstein abgezogen wird. Wenn die Pateneltern in der Lage sind, können auch sie einen zusätzlichen Beitrag für die Verbesserung der Lebensverhältnisse leisten, was aber keine Bedingung ist.

Wohnumfeld und Nothilfe


 Außerdem müssen wir dafür sorgen, dass kein großes Neidgefühl in der Nachbarschaft entsteht. Wenn für die Versorgung der Familie eines Patenkindes eine Wasser- oder Stromleitung gelegt wird, sollten auch andere Bedürftige aus der Nachbarschaft davon profitieren. In Notfällen wie bei einer schweren Krankheit helfen die Menschen untereinander. In solchen Fällen muss auch die DIG humanitäre Hilfe leisten, was auch für die Akzeptanz der Hilfen für einzelne Empfänger in der Gemeinschaft notwendig ist.

 

Ziel der Unterstützung


Unser Ziel ist, den Kindern nicht nur eine gute Schulbildung, sondern auch eine Ausbildung oder ein Studium mit einer Arbeitsperspektive zu ermöglichen, was leider mit höheren Kosten als die Unterstützung für die Schulbildung verbunden ist. Dieses Ziel ist es, was uns von den meisten anderen Kinderhilfsorganisationen unterscheidet, auch wenn es schwierig ist.

 

linkes Bild: Agnes und ihre Familie vor ihrer Hütte als sie noch in der Grundschule war

rechtes Bild: Agnes nach Abschluss der 12. Klasse (Abitur): Nach einem guten Schulabschluss möchte sie Medizin studieren und bewirbt sich um einen Studienplatz.

 

Einmalhilfen


 Wir helfen Kindern und Familien auch ohne eine Patenschaft einzugehen.
Da die meisten Familien in der Gegend über kein regelmäßiges Einkommen verfügen, geraten sie oft in finanzielle Not und die Eltern können nicht einmal die dringend notwendigen Mittel für die Anschaffung von Schulkleidung, Büchern und anderem Lernmaterial aufbringen. Mit Einmalhilfen unterstützen wir die Kinder, damit sie ihren Schulbesuch nicht beenden und dadurch ihre Zukunftschancen für immer verpassen müssen.

 

Mit jedem Euro auch als Einmalhilfe können wir Not lindern oder eine bessere Zukunft schenken.

 

Unterstützung für 200 Patenkinder und ihre Familien


Seit der Gründung der DIG im Jahr 1997 haben wir über 200 Patenschaften vermittelt und dadurch Kindern aus extrem armen Familien geholfen. Viele Kinder werden 17-19 Jahre lang (2 Jahre Kindergarten, 12 Jahre Schule, 3-5 Jahre Studium/Ausbildung) unterstützt, damit sie danach Arbeit und ein geregeltes Einkommen haben und ihrerseits anderen in der Familie und in ihrem Umfeld helfen können. Alle Kinder, die unterstützt wurden, studiert oder eine Ausbildung gemacht haben, haben jetzt ein besseres, lebenswerteres Leben, wovon die Eltern und die Kinder nicht träumen konnten. Die Allermeisten, die jetzt zu Ende unterstützt wurden, haben gute Berufe erlangen können.

Darunter sind zahlreiche Krankenschwestern, Ingenieure, Hotelfachangestellte, Physiotherapeuten, Ärztinnen und eine Apothekerin. Einige von ihnen arbeiten im Ausland und können ihre Familien in die Lage versetzen, schneller ein besseres Leben zu erreichen.

Wir haben derzeit ca. 100 weitere Patenkinder, die nach und nach die Schule verlassen und ein Studium oder eine Ausbildung anstreben.

 

Patenschaften für 3 bis 5 Jahre


 Leider ist eine Ausbildung bzw. ein Studium sehr teuer in Indien. Viele Paten, die bis zum Schulabschluss helfen, sind nicht in der Lage, ein Mehrfaches des bisherigen Beitrages für ein Studium oder eine Ausbildung aufzubringen. Wir suchen dringend neue Paten, die die Jugendlichen bei der Ausbildung/beim Studium unterstützen können. Nur mit solchen Patenschaften befristet auf 3-5 Jahre können wir das Ziel erreichen, dass durch die Unterstützung eine grundlegende positive Veränderung der Lebensverhältnisse der Patenkinder und ihrer Familien erfolgen kann.

 

Besuch bei den Patenkindern


 Die Pateneltern können jederzeit ihre Patenkinder besuchen und feststellen, dass die Hilfe ankommt und welche Erfolge sich verzeichnen. So ein Besuch kann auch im Rahmen einer touristischen Reise nach Südindien erfolgen. Zahlreiche Pateneltern haben dies in den letzten Jahren getan. Wenn gewünscht, helfen wir gerne bei der Reiseplanung.

Es ist sehr ermutigend und hoffnungsvoll zu erleben, wie Kinder von mittellosen Eltern mit dieser Hilfe eine für unsere Verhältnisse vernünftige und notwendige, ohne diese Hilfe aber für sie niemals erreichbare, Schul- und Berufsausbildung und ein Entkommen aus Armut und Hunger erreichen. Mit der Unterstützung der Paten, dem Fleiß und Ehrgeiz der Kinder werden zunächst unmöglich erscheinende Ziele und Träume erreichbar.

 

Linkes Foto: Aswathy und ihre Schwester im Arm der Mutter vor ihrer Hütte

Mitte: Aswathys jetziges Zuhause gebaut von ihren Pateneltern

Rechtes Foto: Aswathy ist gut in der Schule und ist ehrgeizig. Sie möchte Diplomatin werden oder eine Leitungsfunktion übernehmen.

 

Zahlung des Patenschaftsbeitrages


Wenn Sie eine Patenschaft übernehmen möchten, würden wir uns sehr freuen.
Wir schlagen Ihnen eine Patenschaft vor, informieren Sie über das Kind und stimmen ab, mit welchem Beitrag Sie unterstützen können.

Spendenkonto der Deutsch-Indischen Gesellschaft bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude für einmalige Spenden und für regelmäßige Unterstützung eines Patenkindes:

 

IBAN: DE43 2075 0000 0007 0976 78, BIC: NOLADE21HAM

 

Am Ende eines jeden Jahres schicken wir Ihnen eine steuerlich wirksame Spendenbescheinigung.

 

 

Martin Cherian

Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft Winsen

Der Vorstand der DIG Winsen